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...bei den Schätzen aus dem Orient
In den Strassen Istanbuls erfrieren Hunde und Katzen…
Winter 2005/2006 Auf Grund der Wetterverhältnisse der Türkei im Winter, mit eisiger Kälte und zeitweise bis zu mehr als Knie hohem Schnee, starben nicht nur in den Strassen Istanbuls viele Katzen, darunter etliche Jungtiere, auch im Tierheim EHDKD in Istanbul Saryer sind schon mindestens sieben Hundewelpen durch die extreme Kälte ums Leben gekommen.
Das wird auch dieses Jahr wieder geschehen. Nur dass es im Winter 2006/2007 keine Unterbringungsmöglichkeit mehr im Tierheim in Sariyer für die Straßentiere gibt. (lesen Sie dazu bitte bei “Neuigkeiten”). Das EHDKD musste gezwungener Maßen die Pforten schließen. Weitere Info hier. ABER: Der Tierschutz geht weiter. Man wird einen neuen Weg finden, um Tieren in Not zu helfen. Und irgendwann wird es sicher wieder bessere Zeiten geben, vor allem für die Straßentiere. Das Team des EHDKD schrieb einen Abschiedsbrief.
Hier werden Sie direkt aus Istanbul über die aktuellsten Neuigkeiten informiert.
Es war einmal... - Lesen Sie bitte den Bericht von Anfang 2006, als diese Website entstand: “Nur die jüngsten der derzeit 120 Welpen können in den Räumlichkeiten Unterschlupf finden, und die waren zeitweise auch nicht der wärmste Ort, denn die dringend benötigte Heizöllieferung war lange ausgefallen, weil der Tanklaster wegen des schlechten Wetters den Berg nicht hochfahren konnte. Sparsam geheizt werden können dann lediglich der OP-Raum, der Post-OP-Raum und die Küche. Drei andere Räume, in denen sich kranke Hunde sowie Welpchen befinden, werden durch elektrische Heizkörper notdürftig erwärmt, wenn es Strom gibt. Die anderen Welpen sowie die erwachsenen Hunde, die typisch für „Straßenhunde“ sozial sehr verträglich sind mit Artgenossen, sind mehr oder weniger Winter und Kälte und auch sonst dem Wetter ausgesetzt. Die Tierschützerinnen sammeln Altpapier, um den Hunden damit wärmende Nester zu bauen. Auf den Fotos sieht man, wie bescheiden die Unterkünfte im Vergleich zu den meisten deutschen Tierheimen sind – für die Tiere in der Türkei sind sie jedoch ein Segen!
Der Tierschutzverein mit dem im europäischen Teil Istanbuls gelegenen Tierheim wurde 1999 aus einer Initiative von vier Frauen gegründet. Alle helfen tatkräftig mit im Heim; eine ist vollbeschäftigt und betreut sieben Tage die Woche zusammen mit ein paar Arbeitern und einem Tierarzt ihre vielen Schützlinge. Lale Halimoglu ist das Bindeglied zu den ehrenamtlichen Tierschützern in Deutschland. Sie betreut in ihrem Bezirk die Futterplätze für Katzen und Hunde, ist aber auch fast täglich im Tierheim. Frau Halimoglu leistet wichtige Aufklärungsarbeit bei der türkischen Bevölkerung was Kastration von Haustieren betrifft. Hundebesitzer mit wenig Geld können ihr Tier im Tierheim kostenlos kastrieren und nachversorgen lassen.
Hier fehlt es an vielem, aber nicht an Enthusiasmus und Durchhaltevermögen…
Dringend benötigt werden Sachspenden wie Decken, Verbandsmaterial, Trockenfutter, Welpenmilch, Vitaminpaste für Welpen, Stronghold gegen Räudemilben, Entwurmungsmittel, Calcium-Präparate und Vitamine etc… . Lale Halimoglu berichtet, wie wichtig altes Weißbrot ist: es wird in Brühe eingeweicht und mit etwas Trockenfutter angereichert an die Hunde verfüttert wird – für mehr reicht es nicht. Alle Frauen geben iihr Bestes, um den Tieren eine artgerechte Lebensweise zu ermöglichen, doch ihre Mittel und Möglichkeiten sind zu begrenzt.
Eines der größten Probleme sind die Fahrzeuge…
Der alte Citroen, der für Kurzstrecken gedacht war, fährt gar nicht mehr. Geld für die nötige Reparatur fehlt… . Selbst der Fiat Ducato, ein an sich sehr gutes Auto, wird so extrem strapaziert durch die vielen Fahrten über die schlechten Wege, dass die Reparaturen regelmäßig große Summen verschlingen.
Im Gegensatz zu Deutschland keine öffentlichen Gelder...
Geld ist immer wieder Mangelware. Tierschutzvereine in der Türkei werden nicht wie die in Deutschland in dem Maße mit öffentlichen Geldern unterstützt. Einen geringen Teil der Kosten decken die Vermittlungsgebühren der ordnungsgemäß samt der erforderlichen Impfungen nach Deutschland vermittelten Tiere. Die Vermittlungsgebühren fließen in der Regel komplett zurück, sonst wäre der Schuldenberg der Tierschützerinnen noch höher. Alle stecken ihre privaten Finanzen in den Schutz der Tiere, deren Bestand bei einer Aufnahmekapazität von etwa 400 Hunden in den wenigen Jahren von anfangs etwa 750 auf ca. 120 schrumpfen musste. Auch unerlässliche Operationen von verunfallten Tieren verschlingen gewaltige Summen. Und die schwere Frage der Prioritäten bleibt auch diesen Tierschützern nicht erspart.
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